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Iranische Atomforschung - Verwischen die Forscher ihre Spuren?Iranische Atomforschung - Verwischen die Forscher ihre Spuren?



Der Iran soll laut Hinweisen mehrerer Geheimdienste geheime Experimente zum Bau von Nuklearwaffen vertuschen. Es sind laut Satellitenaufnahen um die Atomanlage herum hohe Aktivitäten zu verzeichnen. Offenbar versuche Teheran, das Gelände zu räumen und die Spuren der mutmaßlichen Experimente zu verwischen. Die Bilder wurden am 4. und 5. November aufgenommen.

Darauf zu sehen war ungewöhnlich viel Verkehr rund um die Anlage Parchin, welche südwestlich der Hauptstadt Teheran ihren Standort hat, sagten Gewährsleute aus drei Mitgliedsstaaten der IAEA unter Berufung von Geheimdiensten ihrer Heimatländer.
Der IAEA hatte im Bericht vom 8. November nahe gelegt, dass iranische Wissenschaftler eine Metallkammer in Parchin für experimentelle Sprengungen im Zusammenhang mit einem militärischen Atomprogramm nutzen. Außerdem hieß es, „es wurden Lastwagen, Sattelschlepper und Kräne beobachtet“ und „Ausrüstung und gefährliches Material wurde abtransportiert.“

Geäußert zu Vorwürfen hat sich die IAEA bisher nicht. Eine „kindische Geschichte“ wird der Bericht vom iranischen Vertreter Ali Asghar Soltanieh bei der IAEA gewertet und nannte die Anschuldigungen „lächerlich“. Inspektoren der IAEA hatten 2005 die Anlage in Parchin zweimal besucht. Dort werden Munition, Raketen und Sprengstoff entwickelt sowie hergestellt. Allerdings wurden in der Vergangenheit bei zufälligen Kontrollen nie etwas Verdächtiges gefunden. Die Anlage sei jedoch so groß, dass aus den Stichproben keine Schlussfolgerung werden könne, dass innerhalb der Anlage nicht doch an Atomwaffen geforscht werde.




Bundesaußenminister Guido Westerwelle äußert sich zu iranischem Atomprogramm

Vor der Veröffentlichung des IAEA-Berichts hatte der Iran am 30. Oktober den stellvertretenden IAEA-Direktor Herman Nackaerts zu Gesprächen in Teheran eingeladen. Allerdings werde der Besuch verschoben, wenn nicht sogar abgesagt, sagte Soltanieh. Vorwurf war, dass sie durch den Bericht den Besuch „vermasselt“ haben. Daraufhin erklärte der Gouverneursrat der IAEA, er sei „besorgt über die unbeantworteten Fragen bezüglich des iranischen Atomprogramms“. Diese müssen geklärt werden, um die Existenz eines militärischen Programms auszuschließen.

Es hat immer wieder Aufräumarbeiten im Iran vor Inspektionen der IAEA gegeben. So wurde vor 5 Jahren die Anlage Lawisan Schian im Norden des Landes vor einem Besuch der internationalen Atomexperten abgerissen. Laut Angaben von Teheran, sei es schon länger geplant gewesen, auf dem Gelände einen Park anzulegen. Beim Besuch jedoch, wurden Spuren angereicherten Urans festgestellt, wie es in atomaren Sprengköpfen verwendet wird.


Quelle: N24
BildQuelle: Dpa

22.11.2011 - 17:44 - rave-on-nature-one