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Julia singt das Lied von der LoreleyJulia singt das Lied von der Loreley

Loreley - Langsam kommen zwei Rappen den Weg zur Loreley empor. Sie ziehen eine mit Blumen geschmückte Kutsche. Darin sitzen Julia Hißnauer und Juliane Sandmann. Es ist ein großer Tag für die beiden: Julia ist die 15. Loreley und Juliane die erste Loreley-Nixe. Die beiden repräsentieren künftig als „lebendige“ Sagenfiguren das Welterbe Oberes Mittelrheintal bei zahlreichen Anlässen in der Region, aber auch im Ausland.


Mit Spannung hatten die rund 125 Gäste auf dem sagenumwobenen Felsen auf die Ankunft gewartet. Denn die Namen der Repräsentantinnen waren bis zuletzt geheim. Empfangen wurden die beiden 20-Jährigen von Angelika Stein, der bisherigen Loreley, die sich zuvor mit einer sehr persönlichen Rede verabschiedet hatte. Tränchen flossen zwar nicht, aber bei den Worten von Uli Lenz, Vorsitzender der Touristikgemeinde Loreley Burgenstraße, musste sie dann doch schlucken. Lenz hat bisher jeder Loreley mit Rat und Tat zur Seite gestanden und Angelika Stein rund dreieinhalb Jahre begleitet. „Sie ist eine ganz liebe, nette Freundin geworden“, sagte er und blickt gern auf die aufregende Zeit zurück-, aber nun auch mit Freude in die Zukunft. Denn er ist sich sicher, dass die Arbeit mit Julia und Juliane ebenso ereignisreich wird.

„Wir freuen uns auf die Herausforderung, das Welterbe Oberes Mittelrheintal zu repräsentieren“, sagte Julia, nachdem sie den goldenen Kamm entgegengenommen hatte – unter den Augen des stolzen Vaters. Es ist eine Erfahrung, von der man ein Leben lang profitiert, erklärte Norbert Hißnauer. Außerdem ist er für ihn eine einmalige Sache, eine Tochter zu haben, die als Loreley die Region präsentiert. Das Engagement für die Heimat liegt bei Julia in der Familie – ihre Schwester war Bienenkönigin in Nastätten, und ihr Vater ist Ortsbürgermeister seiner Heimatgemeinde Buch (beides Rhein-Lahn-Kreis).

Bei der Loreley-Nixe Juliane ist es ähnlich. Das Amt ist für sie quasi von Geburt an vorherbestimmt. „Manchmal sagt das Sternzeichen, unter dem man geboren ist, doch etwas darüber aus, was einem im späteren Leben noch widerfährt – ich bin als Fisch geboren“, sagte sie in ihrer Antrittsrede. Während die neue Loreley, Loreley-Nixe und die ehemalige Loreley nebeneinander auf der Spitze des Rheinfelsens standen, wurden viele Grußworte gesprochen. Alle Redner wünschten den Neuen nur Gutes. Aber auch der Dank an Angelika Stein fehlte nie. Aus Mainz war Kultur-Staatssekretär Walter Schumacher angereist. Am Rednerpult erinnerte er an die vielen gemeinsamen Momente, nicht ohne den ein oder anderen scherzhaften Vergleich: „Mit dreieinhalb Jahren war die Loreley länger im Amt als unsere letzten beiden Bundespräsidenten.“

Die Zeit mit der Loreley hat auch Dieter Clasen, Ex-Bürgermeister und zurzeit Beauftragter für die Verbandsgemeinde Loreley, geprägt. Angelika Stein bezeichnete er stets als „seine“ Loreley. Umgekehrt war das ähnlich: „Wir waren ein gutes Team. Ich habe in der Vergangenheit immer von ,meinem’ Bürgermeister gesprochen“, betonte Stein, die als Dankeschön die Medaille der Verbandsgemeinde Loreley überreicht bekam. 
Auch wenn im Juni seine Amtszeit endet, muss Clasen sich nun umgewöhnen und von seinen „Loreleyen“ sprechen. Doch darauf freut er sich und hat schon viel über die beiden in Erfahrung gebracht: „Die ,Loreleyen' sind sich nicht nur vom Namen her – Julia und Juliane – sehr ähnlich. Sie mögen Pferde und teilen auch andere Kleinigkeiten.“ Beide vertragen keine Nüsse.


Quelle: rhein-zeitung.de
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13.04.2012 - 23:39 - jogo