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LBM: Keine Raser in MiehlenLBM: Keine Raser in Miehlen

Miehlen - Die fehlende Umgehung Miehlen/Marienfels ist ein drängendes Problem. Als unsere Zeitung im vergangenen November zu "RLZ vor Ort extra" eingeladen hatte, diskutierten 300 Bürger das Thema mit Infrastrukturminister Roger Lewentz.



Seine Botschaft damals: Vor 2016 ist Spatenstich. Bis die Umgehung fertig wird, gehen also noch viele Jahre ins Land. Den Anwohnern an der L 335 gehen Verkehr, Lärm und Unfälle auf die Nerven. Sie erhoffen sich Erleichterungen - etwa ein Tempolimit in Miehlen.

Der Landesbetrieb Mobiliät (LBM) hat dazu eine Stellungnahme abgegeben. Der Tenor: Weder Tempolimits noch Blitzer bieten sinnvolle Erleichterungen. Bis zu 10 000 Fahrzeuge fahren täglich durch Miehlen, so die Zahl des LBM.

Die Unfallbilanz: 2010 habe es dort 7 Verkehrsunfälle mit Sachschaden und einen Verkehrsunfall mit Personenschaden gegeben. Raserei könnte bei zwei Verkehrsunfällen die Unfallursache gewesen sein. Im vergangenen Jahr seien es 10 Unfälle gewesen, davon 8 mit Sachschaden und 2 mit Personenschaden. Raserei komme bei 3 der Unfällen als Ursache in Betracht. "Nach Auffassung der Polizei ergeben sich aus der Unfalllage weder Unfallhäufungsstellen noch die Veranlassung für eine regelmäßige beziehungsweise dauerhafte Geschwindigkeitsüberwachung", so der LBM.

Am 22. November 2011 habe die Polizeiinspektion St. Goarshausen das Tempo gemessen. Von 430 Fahrzeugen sei nur ein Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von 61 km/h zu schnell gewesen. Nach einer verdeckten Geschwindigkeitsanalyse des LBM "befahren 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer die Ortsdurchfahrt Miehlen nicht schneller als mit 53 km/h.

Auch aus dieser Messung lässt sich keine erhöhte Veranlassung für eine überdurchschnittliche Geschwindigkeitsüberwachung herleiten." Die Behörde verweist auf bereits erfolgte Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, wie die Einrichtung von Haltverbots- und Parkverbotszonen, die Markierung von Parkbuchten, die Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h am Rathaus und Warnschilder, die auf querende Fußgänger hinweisen.

Das Fazit des LBM: "Damit sind die wirkungsvollsten Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung weitgehend ausgeschöpft."

Die von Miehlener Anwohnern immer wieder vorgeschlagene Geschwindigkeitsbeschränkung auf 40 km/h komme "im Hinblick auf die bundeseinheitlichen Vorgaben der StVO (Paragraf 3) nicht in Betracht." Weitere Maßnahmen, die die Raserei eindämmen könnten, "bieten keine Garantie für mehr Sicherheit bei gleichzeitiger Beachtung der regionalen Verbindungsfunktion der Landesstraße", schreibt der LBM.

Seine Anregung: "Dialog-Displays in der Ortslage aufzustellen." Diese sollen dem Verkehrsteilnehmer seine Fahrgeschwindigkeit vor Augen halten und so an ein rücksichtsvolles Verhalten im Straßenverkehr erinnern.


Quelle: rhein-zeitung.de
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17.04.2012 - 18:24 - jogo